Hohe Vitamin-Dosis bringt niemanden um  
 
„Der Krieg des Vitamin-Doktors“ und „Wehe dem, der Vitamine verschmäht“ 
 
SZ vom 13. Juni und vom 3. August (SZ, Donnerstag, 24. August 2000 - S. 11) Klaus Koch behauptet, es gebe keine Studien, die eine positive Wirkung von Vitaminen gegen Herzinfarkt beweisen. Meines Wissens gibt es inzwischen genug Studien, die die gesundheitsfördernde und therapeutische Wirkung von Vitaminen nachweisen.    
  Eine davon ist in dem Buch von Matthias Rath: „Warum kennen Tiere keinen Herzinfarkt“ veröffentlicht mit dem Titel: „Vitamintherapie stoppt Koronarsklerose“ (erschienen im Journal of applied nutrition, Vol. 48, Nr. 3). Die Studie wurde als prospektive Therapiestudie angelegt mit einer Dauer von zwölf Monaten; sie umfasst 55 Patienten. In der medizinischen Internet-Bibliothek „Medline“ sind inzwischen mehrere tausend Studien und Untersuchungen dokumentiert, die die Bedeutung von Vitaminen alleine bei der Vorbeugung gegen und bei der Therapie von Herzinfarkt und Schlaganfall nachweisen. 
  Zwei große Untersuchungen (87 000 Frauen und 45 000 Männer) an der Harvard-Universität bewiesen, dass eine tägliche Einnahme von 1000 Milligramm Vitamin C nicht einmal Nierensteine verursachen könne. In einem Artikel vom 11. Januar 2000 berichtet sogar die Süddeutsche Zeitung über die positive Wirkung von Vitamin C bei Bluthochdruck (einer Mitursache von Herzinfarkt). Warum, frage ich, wird ständig vor einer zu hohen Dosierung vor Vitaminen gewarnt, wenn keine Studien über Nebenwirkungen vorliegen? Bis jetzt ist weltweit kein Mensch an einer Überdosierung von Vitaminen gestorben. 
  Dagegen sterben jährlich 500 000 Menschen weltweit an den Nebenwirkungen von Pharma-Präparaten. Der Grund ist ein rein kommerzieller; denn würde sich eine wirksame Vitamin-C-Therapie in der breiten Masse durchsetzen, würde dies eine drastische Umsatzeinbußen für die Pharma-Industrie bedeuten. Und hier geht es schließlich um einen Milliardenmarkt.
  Nach Angaben deutscher Krankenversicherungen sind 24 000 Pharma-Präparate auf dem Markt, für die keine Heilwirkung nachgewiesen ist. (AOK-Magazin 4/98). Außerdem hat Rath noch nie empfohlen, bei Erkrankungen die Arzneien ganz abzusetzen, sondern dies in Absprache mit dem Hausarzt zu tun. (Dies kann man in seinen Büchern nachlesen. )
 
Hans Nefzger, Rosenheim